
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe befasst sich mit der seit zwei Jahren geltenden Neuordnung bei Fernsehverträgen in Mietshäusern. Im Zentrum steht das sogenannte Nebenkostenprivileg, das im Zuge der Reform des Telekommunikationsgesetzes zum Dezember 2021 abgeschafft wurde. Parallel dazu erhielten Vermieter das Recht, ihre Sammelverträge mit Kabel- und TV-Anbietern fristlos zu kündigen – eine Möglichkeit, von der nach Angaben aus dem Verfahren in der Praxis in großem Umfang Gebrauch gemacht wurde. Drei Telekommunikationsunternehmen haben gegen diese gesetzliche Neuregelung Verfassungsbeschwerden eingelegt.
Vor der Reform konnten Vermieter die Kosten für einen gemeinschaftlich organisierten Fernsehanschluss über die Betriebskosten auf alle Mieter umlegen – unabhängig davon, ob diese den Anschluss tatsächlich nutzen wollten. Millionen Mieter waren so in bestehenden Kabel- oder TV-Verträgen gebunden, ohne eine einfache Ausstiegsmöglichkeit zu haben. Wer auf lineares Fernsehen verzichten und stattdessen etwa Streamingdienste oder Internet-TV-Angebote wie Magenta TV nutzen wollte, musste die Gebühren für den klassischen Anschluss dennoch weiter mittragen. Typischerweise fielen dafür grob sechs bis zehn Euro im Monat an.
Von der alten Regelung profitierten vor allem Kabelnetz- und TV-Anbieter wie Vodafone und Tele Columbus, die über Sammelverträge mit Vermietern eine breite, relativ stabile Kundenbasis hatten. Auch Anbieter von Satellitenfernsehen waren rechtlich begünstigt, spielten bei diesen Sammelverträgen jedoch nur eine Nebenrolle. Wettbewerber aus dem Streaming- und Internet-TV-Bereich sowie Verbraucherschützer kritisierten das Modell seit Langem: Die Pflichtzahlung über die Nebenkosten habe den Wettbewerb verzerrt und Mieter an Produkte gebunden, die sie nicht zwingend wollten.
Mit der Abschaffung des Nebenkostenprivilegs und der Einführung eines Sonderkündigungsrechts für Vermieter veränderte sich die Marktstruktur für klassische Kabel- und TV-Anschlüsse deutlich. Die drei klagenden Telekommunikationsunternehmen sehen sich durch den abrupten Wegfall zahlreicher Sammelverträge benachteiligt und wollen in Karlsruhe die Verfassungsmäßigkeit der Neuregelung überprüfen lassen. Das Gericht muss nun abwägen, wie weit der Gesetzgeber bei Eingriffen in bestehende Vertragsbeziehungen gehen darf – und in welchem Umfang der Schutz von Verbrauchern und Wettbewerb gegenüber den Interessen der etablierten TV-Anbieter überwiegen kann.

IMCD N.V. ผู้จัดจำหน่ายและผู้พัฒนาสูตรเคมีภัณฑ์เฉพาะทางสัญชาติดัตช์ เดินหน้าขยายธุรกิจในไทยด้วยการลงนามข้อตกลงเข้าซื้อหุ้นทั้งหมดใน Merit Solution Co., Ltd. ผู้จัดจำหน่ายสารเติมแต่งสำหรับอุตสาหกรรมพลาสติกและคอมพาวด์ในประเทศ โดยดีลดังกล่าวมีเป้าหมายเพื่อเสริมความแข็งแกร่งให้ข้อเสนอของ IMCD ในกลุ่มวัสดุขั้นสูงและการคอมพาวด์ในตลาดไทยและเอเชียตะวันออกเฉียงใต้ ข้อตกลงยังอยู่ระหว่างการปฏิบัติตามเงื่อนไขการปิดดีลตามปกติ และคาดว่าจะแล้วเสร็จในไตรมาส 3 ปี 2026
Merit Solution ให้บริการลูกค้าในหลากหลายอุตสาหกรรม ครอบคลุมพลาสติก ก่อสร้าง และกาว โดยดำเนินงานจากสำนักงานและห้องปฏิบัติการในกรุงเทพฯ มีทีมงาน 24 คน และสร้างรายได้ประมาณ 406 ล้านบาท (ราว 10.7 ล้านยูโร) ในปี 2025 การเข้าซื้อจะทำให้ IMCD ได้ฐานบุคลากรที่มีความเชี่ยวชาญด้านสารเติมแต่งพลาสติก พร้อมโครงสร้างด้านเทคนิคในประเทศซึ่งช่วยยกระดับความสามารถในการให้บริการลูกค้าแบบใกล้ชิด
พิชิต พรธนAlert กรรมการผู้จัดการ IMCD ประเทศไทย ระบุว่าการซื้อกิจการครั้งนี้จะยกระดับตำแหน่งของบริษัทในฐานะผู้ให้บริการโซลูชันครบวงจรแก่ตลาดพลาสติกและคอมพาวด์ในไทยและเอเชียตะวันออกเฉียงใต้ โดยมองว่าการเพิ่มขนาดธุรกิจ การรับทีมงานใหม่ และการต่อยอดความสัมพันธ์กับซัพพลายเออร์และลูกค้า จะช่วยให้ IMCD สามารถตอบโจทย์ความต้องการในห่วงโซ่อุปทานได้ครอบคลุมมากขึ้น ทั้งในมิติประสิทธิภาพการผลิต สมรรถนะผลิตภัณฑ์ และความยั่งยืน
ฝ่ายผู้บริหาร Merit Solution มองว่าการผสานจุดแข็งด้านความเชี่ยวชาญสารเติมแต่งพลาสติกของบริษัท เข้ากับพอร์ตโฟลิโอที่มีอยู่ของ IMCD จะช่วยสร้างแพลตฟอร์มโซลูชันแบบองค์รวมสำหรับผู้ประกอบการคอมพาวด์และคอนเวอร์เตอร์ โดยเมื่อมีช่วงผลิตภัณฑ์ที่กว้างขึ้นและการมีอยู่ในตลาดท้องถิ่นที่แข็งแรงขึ้น ทั้งสองฝ่ายเชื่อว่าจะสามารถสนับสนุนลูกค้าให้ยกระดับประสิทธิภาพการแปรรูป ความทนทานของผลิตภัณฑ์ และการนำเสนอโซลูชันที่เป็นมิตรต่อสิ่งแวดล้อมได้ดียิ่งขึ้น สอดคล้องกับยุทธศาสตร์ของ IMCD ที่มุ่งสร้างมูลค่าอย่างยั่งยืนในห่วงโซ่เคมีภัณฑ์เฉพาะทาง