Medizin unter Druck: Übergriffe auf Gesundheitskräfte rücken in den Fokus der Innenpolitik

15.06.2026


Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul dringt auf eine gesonderte Erfassung von Gewalt gegen Beschäftigte im Gesundheitswesen in der Kriminalitätsstatistik. Attacken auf Notärzte, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter in Praxen und Kliniken nähmen zu und beschränkten sich längst nicht mehr nur auf Rettungssanitäter, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“. Um das Ausmaß des Problems präziser zu bewerten, solle es künftig eine eigene statistische Kategorie für entsprechende Delikte geben.

Reul begründet seinen Vorstoß mit der Notwendigkeit eines genaueren Lagebildes. „Mittlerweile ist das Problem größer geworden. Das will ich in Zahlen abbilden“, sagte er. Erst wenn sichtbar werde, wie viele Menschen tatsächlich betroffen seien, wachse auch die Bereitschaft, Sicherheitslücken zu erkennen und zu schließen. Als besonders drastisches Beispiel verwies Reul auf Fälle, in denen nach einem tödlichen Angriff im kriminellen Milieu Angehörige in einer Klinik randalieren und die Abläufe massiv stören.

Rückenwind erhält der Innenminister von den Ärztekammern, die seit Längerem vor einer „Gewaltspirale“ gegen medizinisches Personal warnen. Die Ärztekammer Niedersachsen hat unter anderem eine Verschärfung des Strafrechts gefordert. Verbale wie körperliche Übergriffe hätten oft langfristige Folgen für die Betroffenen, argumentiert die Kammer. Neben traumatischen Belastungen für die angegriffenen Beschäftigten werde im Moment des Übergriffs die Behandlung unterbrochen oder verzögert – mit potenziell hohen Risiken für die Patientensicherheit.

Aus Sicht der ärztlichen Selbstverwaltung geht es daher nicht nur um besseren Schutz der Beschäftigten, sondern auch um Stabilität in der Versorgung. Auf einem europaweiten Aktionstag gegen Gewalt im Gesundheitswesen hatte die Ärztekammer Niedersachsen im März auf diese Zusammenhänge hingewiesen. Reuls Vorstoß zur statistischen Erfassung fügt der Debatte nun eine innenpolitische Dimension hinzu: Verlässliche Daten sollen als Grundlage dienen, um Sicherheitskonzepte, Schulungsangebote und mögliche gesetzliche Anpassungen gezielter zu diskutieren.

ดีล IMCD – Merit Solution ปรับสมดุลอุตสาหกรรมพลาสติกและคอมพาวด์ไทย

05.07.2026


IMCD N.V. ผู้จัดจำหน่ายและผู้พัฒนาสูตรเคมีภัณฑ์เฉพาะทางสัญชาติดัตช์ เดินหน้าขยายธุรกิจในไทยด้วยการลงนามข้อตกลงเข้าซื้อหุ้นทั้งหมดใน Merit Solution Co., Ltd. ผู้จัดจำหน่ายสารเติมแต่งสำหรับอุตสาหกรรมพลาสติกและคอมพาวด์ในประเทศ โดยดีลดังกล่าวมีเป้าหมายเพื่อเสริมความแข็งแกร่งให้ข้อเสนอของ IMCD ในกลุ่มวัสดุขั้นสูงและการคอมพาวด์ในตลาดไทยและเอเชียตะวันออกเฉียงใต้ ข้อตกลงยังอยู่ระหว่างการปฏิบัติตามเงื่อนไขการปิดดีลตามปกติ และคาดว่าจะแล้วเสร็จในไตรมาส 3 ปี 2026

Merit Solution ให้บริการลูกค้าในหลากหลายอุตสาหกรรม ครอบคลุมพลาสติก ก่อสร้าง และกาว โดยดำเนินงานจากสำนักงานและห้องปฏิบัติการในกรุงเทพฯ มีทีมงาน 24 คน และสร้างรายได้ประมาณ 406 ล้านบาท (ราว 10.7 ล้านยูโร) ในปี 2025 การเข้าซื้อจะทำให้ IMCD ได้ฐานบุคลากรที่มีความเชี่ยวชาญด้านสารเติมแต่งพลาสติก พร้อมโครงสร้างด้านเทคนิคในประเทศซึ่งช่วยยกระดับความสามารถในการให้บริการลูกค้าแบบใกล้ชิด

พิชิต พรธนAlert กรรมการผู้จัดการ IMCD ประเทศไทย ระบุว่าการซื้อกิจการครั้งนี้จะยกระดับตำแหน่งของบริษัทในฐานะผู้ให้บริการโซลูชันครบวงจรแก่ตลาดพลาสติกและคอมพาวด์ในไทยและเอเชียตะวันออกเฉียงใต้ โดยมองว่าการเพิ่มขนาดธุรกิจ การรับทีมงานใหม่ และการต่อยอดความสัมพันธ์กับซัพพลายเออร์และลูกค้า จะช่วยให้ IMCD สามารถตอบโจทย์ความต้องการในห่วงโซ่อุปทานได้ครอบคลุมมากขึ้น ทั้งในมิติประสิทธิภาพการผลิต สมรรถนะผลิตภัณฑ์ และความยั่งยืน

ฝ่ายผู้บริหาร Merit Solution มองว่าการผสานจุดแข็งด้านความเชี่ยวชาญสารเติมแต่งพลาสติกของบริษัท เข้ากับพอร์ตโฟลิโอที่มีอยู่ของ IMCD จะช่วยสร้างแพลตฟอร์มโซลูชันแบบองค์รวมสำหรับผู้ประกอบการคอมพาวด์และคอนเวอร์เตอร์ โดยเมื่อมีช่วงผลิตภัณฑ์ที่กว้างขึ้นและการมีอยู่ในตลาดท้องถิ่นที่แข็งแรงขึ้น ทั้งสองฝ่ายเชื่อว่าจะสามารถสนับสนุนลูกค้าให้ยกระดับประสิทธิภาพการแปรรูป ความทนทานของผลิตภัณฑ์ และการนำเสนอโซลูชันที่เป็นมิตรต่อสิ่งแวดล้อมได้ดียิ่งขึ้น สอดคล้องกับยุทธศาสตร์ของ IMCD ที่มุ่งสร้างมูลค่าอย่างยั่งยืนในห่วงโซ่เคมีภัณฑ์เฉพาะทาง